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  • Julia Kozma

WIRKSAME KONZEPTE

Aktualisiert: 2. Sept 2020


Die Ansprüche an Hautpflege sind gewachsen: Ein modernes Naturkosmetikprodukt ist viel mehr als nur Öl und Bienenwachs - es ist ein komplexes Stoffgemisch, das für eine Wohlfühl-Haut, angenehme Textur und Pflegespaß sorgt. Neben nachhaltigen, ganzheitlichen Konzepten sind Verträglichkeit und Wirksamkeit für echte Naturkosmetik von zentraler Bedeutung.

Hochwertige Qualität beginnt in der Basis: Die Ölkomponente einer Emulsion sind naturbelassene, biologische Pflanzenöle und -wachse, die den hauteigenen Lipiden ähneln, ausgezeichnete Pflegewirkung durch ihre Fettsäuren und sekundären Pflanzenstoffe haben, und den Hautstoffwechsel aktiv unterstützen. In der Wasserphase setzen Naturkosmetikhersteller oft Pflanzen- und Blütenwässer, sogenannte Hydrolate, oder Pflanzensäfte zu, um die Pflegewirkung zu verstärken. Natürliche Emulgatoren – ob pflanzenbasiert, Lanolin oder Bienenwachs - verbinden nicht nur Öl- und Wasserphase, sondern haben gleichzeitig Pflegeeffekte; sie regulieren, glätten, befeuchten die Haut oder sorgen für Rückfettung.

Naturkosmetik besteht aus natürlichen Rohstoffen, die Mensch und Umwelt schonen. Ob für die Pflegewirkung, für Duft, Farbe oder die Konservierung – naturbelassene, pflanzliche und biologische Rohstoffe sind die Hauptinhalts- und Wirkstoffe echter Naturkosmetik. Dabei liegt das Augenmerk sowohl auf Qualität der Ausgangsstoffe sowie auf die Herstellprozesse. Chemie-Cocktails aus synthetischen Inhaltsstoffen sind in Naturkosmetik tabu. Echte Naturkosmetik ist frei von petrochemischen Substanzen wie Parabene, Silikone, PEGs, Formaldehyd, aggressive Tenside wie SLS (Sodium Laureth Sulfat), Aluminiumsalze und synthetische Duft- und Farbstoffe.

Konventionelle Kosmetik verwendet oft aus Erdöl gewonnene Paraffinöle, denn sie sind billig, neutral und haltbar. Pflegewirkung haben sie allerdings kaum auf der Haut. Zudem bilden sie einen wasserunlöslichen Film, können die Poren verstopfen und die Eigenregeneration der Haut behindern. Sie gelangen ins Abwasser und belasten unsere Umwelt, da sie biologisch schwer abbaubar sind. Naturkosmetik setzt dagegen auf bioaktive, pflanzliche Öle. Sie sind den hauteigenen Lipiden ähnlich und integrieren sich in das natürliche Triglycerid-Gleichgewicht unserer Haut. Pflanzliche Öle, Fette und Butter beinhalten wertvolle Fettbegleitstoffe wie Polyphenole, Lecithin, Carotinoide, Phytosterole und ungesättigte Fettsäuren, die für eine gesunde Haut, Pflege und Geschmeidigkeit wichtig sind.

Natürlichkeit wird jeden Tag erlebbar: Statt synthetischen, petrochemisch basierten Duftstoffen und Isolaten sorgen in Naturkosmetik natürliche ätherische Öle, Hydrolate (Blüten- oder Pflanzenwässer) und aromatische Pflanzenextrakte für den angenehmen Duft.

Zwar sind Tenside als waschaktive Substanz in konventioneller Kosmetik effektiv, allerdings können sie den natürlichen Säureschutzmantel der Haut schwächen, die Haut stark entfetten und sogar Allergien auslösen. Naturkosmetik dagegen enthält milde, pflanzenbasierte Substanzen wie Zuckertenside. Sie schäumen etwas weniger, reinigen aber wirkungsvoll und zugleich mild und sind vollständig biologisch abbaubar.

Wir alle wünschen uns sichere und haltbare Kosmetikprodukte, doch nicht auf Kosten der Gesundheit. Konventionelle Kosmetik setzt für die Haltbarkeit künstliche Konservierungsstoffe wie etwa Parabene ein. Allerdings sind diese Substanzen in der Kritik, da sie hormonell wirksam sind, Allergien auslösen können und im Verdacht stehen, Brustkrebs zu begünstigen. Naturkosmetikhersteller arbeiten bei der Konservierung der Produkte dagegen mit Substanzen auf natürlicher Basis. Dazu zählen beispielsweise Bio-Alkohol, antibakteriell wirksame Pflanzenextrakte und reine ätherische Öle.


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